Und hier Zeitungsausschnitte:

Nordsee-Zeitung vom 08.07.1999

Seeräuberflüche, Säbelkämpfe und Wettgrölen, wo gibt es das denn noch? Nicht nur als Müllfischer, sondern auch als Piraten treten Gerd Blancke, Birgit Spohn und weitere Meeresschrecken auch auf der Antigua auf. Seit Dezember 1998 leitet Helene Daiminger, Schulleiterin der Karl-Marx-Schule, zwei Kabarett-Gruppen: die Müllfischer und das Piratenspektakel. Beide bestehen aus rund acht Mitspielern, von denen Gerd Blancke alias Käpt’n Schwarzzahn und Birgit Spohn, Stadtverordnete der Grünen, fest zum Ensemble gehören. Die Texte der Seeräuber dichtet Daiminger selbst, jeweils auf die Zielgruppe abgestimmt. Die Zielgruppen sind Besucher von außerhalb, die Betriebsfeste oder Freizeitunternehmungen nach Bremerhaven verlegen. Um die Zeit in Bremerhaven der Umgebung entsprechend zu gestalten, können die Kabaretts allein oder mit einem Essen auf der „Seuten Deern“ oder mit Schiffsfahrten bei der Tourismus-Förderungsgesellschaft gebucht werden.

Windrose Nr.3 vom 17.07.1999

Störtebekers Erben auf Raubzügen gegen Touris

"Piratenspektakel" begeistert Bremerhaven-Gäste - Sieben Mann und eine Frau sorgen für Stimmung

Wo Kapitän Schwarzzahn, Seeräuber-Jenny, Narben-Fresse, Haifisch-Jim oder Wal-Billy auftauchen, herrscht zwar nicht Angst und Schrecken, wohl aber sehr schnell allerbeste Stimmung. Die wilden sieben um Gerd Blancke sind inzwischen der Geheimtip der Bremerhaven Touristik für Betriebsfeiern, Incentives oder Clubausflüge geworden.

Störtebeker würde vor Neid erblassen, könnte er miterleben, wenn die Bremerhavener Truppe furchtlos mit wildem Geschrei Schiffe, Clubräume, Hotels und Gaststätten überfällt. Das "Piratenspektakel" der gleichnamigen Gruppe demonstriert Küste pur für Landratten, sorgt für gute Unterhaltung, überzeugt auch die letzten Eckensitzer zum Mitmachen und läßt die Überfallenen schnell zum Ergebnis kommen: eine tolle Sache. Seemannslieder-Grölen unter fachlicher Anleitung von Käpt'n Schwarzzahn, der neben seiner Seeräuber-Karriere auch noch Lehrer und Chef eines bekannten Plattdeutsch-Trios ist, gehört zu den ehrgeizigsten Disziplinen. Aber auch das Fluchen, Kartoffelschälen, Säbelfechten Lösegeldbrief-Schreiben und der Wurfleinen-Zielwurf sorgen für unvergeßliche Erinnerungen an Bremerhaven. Wer auch mal gern unter die Seeräuber geraten möchte: Die Bremerhaven Touristik, Telefon (0471) 94646-12, weiß wann die acht wieder zuschlagen. Sie überfallen allerdings nur Gruppen und keine Einzelgänger.

Bremerhavener Sonntagsjournal vom 31.12.2000

Achtung! Die Piraten kommen
Der Überfall wüster Seeräuber kann in Bremerhaven gebucht werden-Heimathafen Helgoland
Bremerhaven (jöb). An diesem Freitag herrscht schöne Abendstimmung über dem Containerterminal Bremerhaven. Die Sonne färbt den Himmel in ein warmes Rot und auf einer Etage im Gatehouse feiert eine große Bremerhavener Firma mit ihren Kunden. Doch die beschauliche Ruhe auf der zwanglosen Feier soll jäh gestört werden: Über den Köpfen der Gäste braut sich Unheil zusammen.

Im Besucherraum des Gatehouses macht sich die Piratentruppe von Käpt'n Schwarzzahn bereit. Düstere Gestalten mit Säbeln, Messern und gewaltigen Worten bereiten sich auf den Überfall der Feier vor. Hier wird noch ein Messerkampf geprobt, dort werden die Texte wiederholt und gelernt. Der Chronist staunt über diese "Meute" und wird gleich angeheuert: "Du bist dann Kanonen-Pit. Dort hinten ist die Verkleidung. Wie willst Du denn sonst die Stimmung bei diesem Überfall aufsaugen?", fragt Hannes Daiminger. Er zählt zum festen Kern der Piraten, die mit ihrem Spektakel für echte Abwechslung auf einem Fest sorgen.

Sie reißt die Tür auf und mit großem Geschrei fallen acht Piraten über die beschauliche Runde her.

Das Zeichen zum Angriff gibt Helene Daiminger. Die Schreiberin der Kabarettgruppe "Die Müllfischer" ist auch bei den Piraten für Text und Ablauf verantwortlich. "Wir orientieren uns immer an den Menschen, die gemeinsam feiern und bauen ihre Berufe oder Hobbys in unsere Texte ein." "Ihr seid in der Gewalt von Käpt'n Schwarzzahn, dem blutrünstigsten Piraten aller sieben Weltmeere." Die Gesellschaft reagiert erstaunt. Hier ein Tuscheln, da ein kleiner Witz. Doch die Piraten lassen nicht locker, zeigen, dass sie es ernst meinen und denken über Lösegeld nach. Der Aufschub kommt mit Greifer-Tom (Hannes Daiminger).
Piratenprüfung verteilen und ruft seine wüsten Seeräuber zum Rückzug. Die Gäste sind begeistert, vom Schrecken oder den Vorbehalten vor den Piratensongs ist nichts mehr zu spüren. "Wenn sie vom Fluchen kommen, sind sie immer ganz locker", weiß Helene Daiminger aus Erfahrung. Das erste Piratenspektakel organisierte sie 1995 zur "Sail" in Bremerhaven. Damals waren es Kinder, die an Bord der Hanse-Kogge das Piratenleben kennenlernten. Im Herbst 1998 trat das Best Western Hotel Naber mit dem Wunsch an die Gruppe heran, eine Piratenparty auszurichten. Kurzerhand wurde das Kinderstück umgeschrieben und eine neue Idee geboren. Die wüsten Piraten um Käpt'n Schwarzzahn entern am liebsten Schiffe, die auf hoher See kreuzen oder im Hafen liegen. "Unser Heimathafen ist Helgoland", verrät Hannes Daiminger, "denn auch dort haben wir schon mehrfach ein Schiff geentert."
Im Obergeschoss werden noch kurz die Stichwörter wiederholt und Gruppen für die Aufgaben eingeteilt.

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Er springt auf den Tisch und eröffnet der Gesellschaft, dass sie jetzt eine kostenlose Umschulung zum echten Seeräuber machen wird. Zu lernen sei das Fluchen, der Umgang mit der Wurfleine, das Fechten und einiges mehr. Die Gäste werden in Gruppen aufgeteilt und verschwinden in den Räumen und auf dem Flur. Nach Seeräubersongs, herzerweichenden Lösegeldbriefen und dem Bau von Schiffsmodellen haben die Gäste Glück Käpt'n Schwarzzahn findet doch die Schatztruhe, nach der er immer gesucht hat. Er entlässt die "Landratten" in die Freiheit, lässt Urkunden für die bestandene

Nordsee-Zeitung vom 18.05.2001

Freibeuter als Botschafter der Seestadt
Mitglieder des Müllfischer-Kabaretts zu Gast beim Hamburger Hafenfest
Mitglieder des Bremerhavener Piratenspektakels haben auf dem Hamburger Hafengeburtstag die Werbetrommel für ihre Heimatstadt gerührt (www.piratenspektakel.de). Auf dem Hansekoggen-Nachbau "Ubena von Bremen" fielen rund
60 Führungskräfte des bayerischen Automobilunternehmens BMW
in die Hände der Freibeuter. BMW hatte die Freizeitpiraten, zum großen Teil Mitglieder des Kabaretts "Die Müllfischer", eigens angeheuert, um die Gewinner eines firmeninternen Zielerreichungswettbewerbs zu belohnen. Birgit Spohn, Iris Welge, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Bernd Maeding, Heinrich Siedenburg, Manfred Scheuermann und Autorin Helene Daiminger bildeten die sichtlich amüsierten BMW -Führungskräfte in ihrer Show zu Hilfspiraten aus. BMW war begeistert und buchte die Piraten auch für das kommende Jahr.

Nordsee-Zeitung vom 18.06.2001

Kabarett Die Müllfischer international beachtet
Bremerhavener Truppe nach Ibiza eingeladen
Freibeuter als Botschafter der Seestadt: Das Bremerhavener Piratenspektakel mit Mitgliedern
der Kabarettgruppe Die Müllfischer erobert die Meere. Nach einem Gastspiel im Rahmen des Hamburger Hafengeburtstages flatterte den Piraten nun eine Einladung ans Mittelmeer an Bord. Die NZ-Berichterstattung über das Spektakel war auf Ibiza einer
Züricher Veranstaltungsagentin in die Hände gefallen - und flugs erhielt die Truppe um Autorin Helene Daiminger ein Engagement auf der Balearen-Insel. So dürfen die Freizeitpiraten dort die Mitarbeiter des Automobilherstellers Subaru zu Hilfspiraten ausbilden. "So tragen wir den Ruf Bremerhavens über die Meere", frohlockt "Korsar" Hans Daiminger.

"MIX" Bremen vom 08.2001

Fischer fischen Müll in Fishtown
Es war wie bei der berühmten Jungfrau, die irgendwie zu ihrem Kind kam. "Mein Mann hatte eine kleine Laienbühne, fuhr dann auf Klassenfahrt. Die Gruppe wollte üben, mein Mann hatte aber keine Texte da gelassen. Da habe ich mich eben selbst versucht und Texte geschrieben" sagt Helene Daiminger und lacht.

Seither ist die Grundschulrektorin neben ihrem Job Regisseurin und Texterin der Bremerhavener "Müllfischer". Die Kabarett-Truppe hat sich in der Seestadt im Laufe der Jahre einen legendären Ruf erworben, "Werbung haben wir bislang jedenfalls noch nie gemacht. Die Leute wissen einfach, wann es wieder Karten gibt", erzählt Helene Daiminger. Den Kartenvorverkauf wickelt sie selbstredend zu Hause ab. Als Gag bot sie vor ein paar Jahren einen nächtlichen Ticketverkauf ab Mitternacht an. Was anfangs als Spaß gedacht war, nahmen die Bremerhavener ziemlich ernst und standen brav zu später Stunde Schlange. "Da haben einige gesagt, wir sollten doch bitte beim nächsten Mal eine Glühweinbude aufstellen", erinnert sich Helene Daiminger schmunzelnd. Drei Monate vor der Premiere sind die Vorstellungen bereits ausverkauft. Außerdem tritt die Truppe schon mal im Bremer Rathaus, auf Helgoland oder auch Ibiza auf.

Ahoi! Die Piraten stechen in See


"Zeit zum Tingeln haben wir nicht mehr", sagt Helene Daiminger, mit einer Spur des Bedauerns in der Stimme.

Prominente Kabarettisten
Ihre Kabarett-Gruppe ist nicht irgendeine, sondern zählt durchaus Lokalprominenz zu ihren Mitgliedern. Ex-Oberbürgermeister Manfred Richter zum Beispiel. Oder den Bremerhavener Kulturdezernenten Prof. Dr. Wolfgang W. Weiß. Nicht zuletzt mischte Sozialsenatorin Hilde Adolf früher kräftig mit. "Hilde hat eine göttliche Stimme, sie war unser Star", schwärmt Helene Daiminger. Wie sie an eine Crew mit derlei bekannten Größen kommt. hat sie schnell erklärt. "Man trifft sich. unterhält sich und dann ergibt es sich eben so."

Ärzte verulken
Sie schreibt das Programm stets auf den Auftraggeber um und ließ die Truppe schon für Arzte. Anwälte und Personalverleiher spielen. Die Gäste tragen die überspitzten Verbalattacken zumeist mit Fassung und machen fleißig bei den Lerneinheiten mit. Sie schreiben Lösegeldbriefe, lernen das Fluchen und wissen alsbald, wie man eine Schatzkarte liest. Am Ende werden sie dann zu "Seeräubern auf kleiner Fahrt" befördert und erhalten eine Urkunde mit "blutigem" Daumenabdruck. "Gerade den wollen die meisten komischerweise auch haben", wundert sich Helene Daiminger. Im Anschluss ans Spektakel spricht sie gerne mit dem Publikum. Was ihr an den unfreiwilligen Akteuren auffällt? "Gerade die Leute aus Ostdeutschland freuen sich und genießen das. Die sind viel ruhiger und ein bisschen abwartender." In den Unterhaltungen mit den Teilnehmern des Piratenspektakels sammelt die Regisseurin oftmals Anregungen fürs Kabarett. Ende des Jahres setzt sie sich dann an die Schreibmaschine und tippt munter drauflos. Alle erhalten ihre Texte, pauken sie und proben dann eine Woche im Januar intensiv, anschließend ist sofort Premiere angesagt. "Und ich wundere mich jedes Mal, dass es wieder klappt", sagt Helene Daiminger kopfschüttelnd und amüsiert zugleich. Ihr nächstes Projekt wartet übrigens schon auf die erste Vorführung: Im Rahmen eines Krimi-Wochenendes in Bremerhaven machen die Gäste dabei eine Tour durch die Stadt, sollen zu einzelnen Orten finden, um eine besondere Aufgabe zu lösen: Sie müssen das Geheimnis des hinkenden Claas' entschlüsseln. Zweifellos hat sich die Regisseurin auch dazu allerhand einfallen lassen...
Regine Suling

Kontakt: Helene Daiminger Telefon 0471 /61380
Derzeit arbeitet die Regisseurin am 22. Programm ihrer Gruppe. Woher sie all die Ideen nimmt? Eine Antwort fällt der obersten Müllfischerin da nicht allzu schwer. "Mir kommen durch Zuhören, Requisiten und ganz besonders durch meinen eigenen Ärger über bestimmte Dinge die besten Einfälle". lacht die aufgeschlossene Frau, die augenscheinlich im Theaterleben aufgeht. Und unermüdlich wirkt auch wenn gerade kein Kabarett-Programm auf dem Programm steht. Oft und gerne veranstaltet eine andere Abteilung der Müllfischer das "Piratenspektakel". Das Ziel: Die Gäste sollen aktiv mitmachen und auf Schiffen auf vergnügliche Art und Weise zu Hilfsseeräubern ausgebildet werden "Erst mal werden sie aber richtig beschimpft. Die Piraten planen. sie einzeln zu verhökern. entschließen sich dann aber, die Gekidnappten zu behalten", erzählt Helene Daiminger.
Sie ist die oberste Müllfischerin: HeleneDaiminger

"Weserkurier" Bremen vom 13.07.2002


Von unserem Redaktionsmitglied Kirsten Schack
Helgoland / Bremerhaven. Die Sonne scheint, die Seehunde balgen sich am Meer, die Urlauber flanieren über die Insel und am Abend geht´s zurück an Bord zum ausgiebigen Dinner - Helgoland, da kann man sich wohl fühlen. Oder? Fatal, fatal, wenn man sich auf einer Insel sicher wähnt, die einst von Piraten heimgesucht wurde. Nie, aber auch nie sollte man glauben, dass die Spezies um Störtebeker in deutschen Gefilden wirklich ganz und gar ausgestorben ist.
Denn während unschuldige Urlauber noch auf dem Schiff beieinander sitzen, plaudern und Schnittchen vertilgen, stürzen plötzlich acht Seeräuber an Bord. Messer und Säbel schießen empor. "Jetzt mal schön die Flossen hoch", grölt eine Stimme. Nicht irgendeine, sondern die von Käpt´n Schwarzzahn, dem blutrünstigsten Piraten aller sieben Weltmeere. Käpt´n Schwarzzahn ist eigentlich Gerd Blanke und dürfte zumindest den Bremerhavenern von den Auftritten der Kabarettgruppe
    "Die Müllfischer" bekannt sein. Auch dort spielt er seine Rollen auffällig und sorgt als Penner, Bauer oder Operntenor und vor allem mit seinen frechen und kessen Sprüchen für viel Gelächter - beim Publikum und bei seinen Kollegen. Als Käpt´n Schwarzzahn springt er auf eine Kiste, glaubt, er habe eine "schöne, satte Beute" vor sich, nämlich die Minister der neuen Berliner Republik. Aber nein, merkt er und wird böser und griesgrämiger als er es ohnehin schon ist, weder "Oskarbezwinger Gerhard Schröder" noch der "Dauerhochzeiter Joschka Fischer" sind dabei. Alles nur "normales Pack". Käpt´n Schwarzzahn, mit mehr schwarzen als weißen Zähnen, will das Menschenvolk über Bord werfen. Doch die anderen Seeräuber überreden ihn zur Muße. "Sie sollen erstmal das Handwerkszeug eines echten Piraten erlernen. Damit können wir die Lücken in der Mannschaft schließen. Und die Weiber, die verscherbeln wir bei nächster Gelegenheit in Algier oder Tunis", raunzt Haken-Jack. Weiber, die elenden Schnattergänse. Weiber, die immer wollen, dass die Männer sich waschen und die Kristallgläser putzen, dass sie keinen Dreck in die Kombüse tragen, und dass sie nicht auf den Klorand pinkeln. Weiber, die süße Gardinen vor die Bullaugen hängen und zum Schluss noch eine Frauenbeauftragte wählen. "Weiber an Bord. Pfui Teufel, da kriegt man ja Ausschlag "schreit der Käpt´n und verzieht angewidert sein Gesicht. Nur mit Seeräuber-Jenny ist das etwas anderes. Auf die lässt der Käpt´n nichts kommen, immerhin hat "das gottverdammte Seeräuberbalg schon mehr Pfeffersäcke über die Klinge springen lassen als jeder andere Pirat". Jenny lacht rauh, haut mit ihrer Hand auf den Tisch, dass die Gläser klirren und zwingt die Schnittchen-Fresser, herzzerreißende Lösegeldbriefe zu verfassen. Die obersten Anordnungen für die "Piraten" gibt Regisseurin Helene Daiminger. Sie schreibt sowohl für die Kabarett-Auftritte als auch für die Piraten-Spektakel Texte und Dialoge, die stets bissig und gesellschaftskritisch sind. "Die Müllfischer" gibt es schon seit 21 Jahren, die Seeräuber treiben erst seit vier Jahren ihr Unwesen, erzählt die 65-Jährige.       Außerdem kümmert sie sich um Kostüme und hält immer gerne Ausschau nach neuen Ideen. Die erhält sie in erster Linie aus dem Alltag und verpackt Dinge, die sie ärgern oder amüsieren in ein ironisch-witziges Paket. Derzeit arbeitet die ehemalige Leiterin der Karl- Marx-Schule in Bremerhaven am 22. Kabarett-Programm und plant "ganz nebenbei" ein Seeräuber-Spektakel für Kinder. Eine Rundtour durch Bremerhaven, bei der die Gäste an verschiedenen Orten einen Mord rekonstruieren und recherchieren müssen, steht bereits fertig im Block.
Dabei tritt auch erstmals der hinkende Claas, der Schiffsgeist, in Erscheinung, und der kommt immer nur, wenn etwas besonders Schreckliches passiert ist. "Durch diesen Rundgang sollen die Gäste in das Schauspiel mit einbezogen werden und außerdem die schönen Seiten Bremerhavens kennen lernen", sagt Daiminger. Allerdings hält es weder die "Müllfischer" noch die "Piraten" in Bremerhaven. So sind sie bereits im Bremer World Trade Center und im Rathaus, in Hamburg, Frankfurt und sogar auf Ibiza und Formentera aufgetreten.
Doch zurück zum Überfall auf hoher See, denn dort hat sich Narben-Fresse eine Gruppe vorgeknöpft und lehrt sie wie man Seemannsknoten knüpft. Messer-Jo zeigt, wie die Wurfleine genau dorthin fällt, wo sie hinfallen soll, während Galgen-Sam den Bodenkampf probt. Haifisch-Jim mit Papagei auf der Schulter und Quetsche im Arm dirigiert ein paar Landratten mit seinem Säbel ans obere Deck und bringt ihnen Shanties bei. "Das war noch etwas piepsig, aber nach dem nächsten Fass Rum wird das schon" krächzt er nach den ersten Versuchen.
Bei Greifer-Tom geht´s gleich von Beginn an deftig zu. Hier lernen die "Schönhäusler" das Fluchen. "Ausgelutschte Haifischflosse" und "Wellensau" schreien sich die Damen und Herren auf Kommando ins Gesicht. Greifer-Tom scheint zufrieden. Zwar kann man zwischen den dunklen Brauen und den dichten Bartstoppeln kaum eine Regung erkennen, ein Zucken um die Mundwinkel und ein Zwinkern in den Augen ist doch zu sehen - allerdings nur kurz.

 
 
     
      Käpt´n Schwarzzahn gießt sich während dieser "kostenlosen Umschulung" ordentlich "etwas hinter den Knorpel und schaut ab und zu nach dem Rechten, fuchtelt mit dem Säbel zwingt diejenigen, die aufbegehren zu Boden. Mit ihm ist nicht gut Kirschen essen - bis er plötzlich die lang gesuchte Schatztruhe findet. Denn diese birgt etwas in sich, was sein Leben verändert - und auch das der Gefangenen. Sie bekommen am Ende sogar ein Siegel auf ihre Piraten Urkunde, ein Siegel aus Blut, und das tropft vom Daumen des gut gelaunten Käpt´n.
Die wüsten und derben Seeräuber die in der Realität "ganz normal" Lehrer, Studenten, Anwälte und Bankangestellte sind, sind übrigens jederzeit abrufbar. Sie überfallen auf Kommando Gruppen auf Schiffen, in Hotels, Clubs und Gaststätten.
Mehr Informationen unter www.piratenspektakel.de oder bei Helene Daiminger unter der Telefonnummer 0471 /61380.
 

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